Geschrieben von filmmeister am 23 Mai 2008 unter Allgemein
Lieber George Lucas
was habt ihr beiden euch bei Indiana Jones 4 verdammt nochmal gedacht??? Seit ich auf meinem 486er Indiana Jones and the Fate of Atlantis gespielt habe, warte ich sehnsüchtig auf den neuen Film. Ich bin ja auch echt ein Fan der ersten Stunde (Indy 1 und 3 waren super, Nr. 2 schwächelte etwas) - aber der Neue?!?!?!? Das ist ja fast noch ne größere Frechheit als uns Star Wars Episode 1-3 aufzutischen!!!!
Seit längerem ist mir ja schon klar, dass man auch mit extrem viel Geld ultraschlechte Filme machen kann. Ein Phänomen aus Hollywood dass in den letzten Jahren immer schlimmer wurde. (Und die wundern sich ernsthaft warum den Bockmist keiner mehr im Kino ansieht. Jaja… die Raubkopierer sind schuld. Stimmt. Nicht die ganzen hirnlosen Hollywood-Dünnschissfilme…) Schießt mal eure ganzen SpecialFX-Firmen zum Mond und überlegt euch mal wieder ne Story!!!! (nein, dass sind nicht sinnlos aneinandergehängte Action-Sequenzen… das hat was mit echter Kreativität zu tun!)
Ich nehm jetzt bei dem Review auch keine Rücksicht auf Spoiler. Zu was auch. Der Film ist sowas von hahnebüchern - schlimmer geht’s nicht.
Was passiert? Anfrangsszene: Russen und Indy auf Area51 in Nevada (ich kratz mich kurz am Kopf und denke: oh Kacke Mann…. oooooh Kacke Mann…. weil ja schon klar war auf was der Film hinaus läuft). Nachdem man dann mit der Magie von Magneten und etwas Schwarzpulver die “geheimnisvolle Kiste” (mit nem lediglich in Plastik eingetütetem Alien in der Hitze Nevadas) gefunden hat, geht’s erstmal an die erste Actionszene. Diese endet dann mit einer Atombombenexplosion, die unser Indy dank eines Bleiwand-Kühlschranks welcher kilometerweit durch die Luft fliegt auch problemlos überlebt.
Spätestens hier sollte auch dem letzten nicht komplett hirndurchweichten Kinobesucher klar sein: Eintrittsgeld an der Kasse zurückfordern wäre langsam angebracht.
Das FBI vermutet nun, dass Indy mit dem KGB zusammen arbeitet. Ein bisschen gebabbel und der Protagonist macht sich auf dem Weg nach London - in eine bessere Zukunft ohne bekloppte und paranoide Ami-Militärs im Rücken (Irgendwie hat sich in der Hinsicht seit 50 Jahren in den USA auch im “real life” nix geändert).
Doch Stop! Ein misteriöser Jüngling (der sich später als Indiana Jones Sohn rausstellt) taucht auf und sorgt gleich mal wieder für “Aaaaagschn” wie unser lieber Arnie sagen würde. Ganz klassische Verfolgungsjagd mit Auto und Motorrad über den Campus - mit ein paar netten Gags damit die Leinwandglotzer nicht ganz einschlafen.
Schnell noch ein paar tausende Jahre alte Schriftzeichen die seit 3000 Jahren keiner mehr gesehen hat in Sekunden entziffern (”kann man ja von der Maya-Sprache ableiten” - obwohl Peru von den Inkas besiedelt war und das auch erst vor ca. 500 Jahren), sofort den ganzen Zusammenhang erkennen, willkürlich geschichtliche Ereignisse komplett zusammenhangslos durcheinander schmeissen und schon ist der halbe Film (die gute Hälfte übrigens) rum.
So langsam könnte man doch mal nach Peru reisen um noch coolere Action-Sequenzen zu bringen. Indy mit einer als Seil missbrauchte Schlange aus einer Sandgrube retten, 15 Minuten fahrt durch den Dschungel mit tausenden von verschossenen Kugeln ohne auch nur ein einziges mal einen Filmhelden zu treffen, Degenkämpfe auf dem Auto, Affen die den KGB angreifen, Schiffchen fahren mit problemlosen Überleben von 3x einen Wasserfall hinunterstürzen, Riesenameisen die Menschen fressen, mitten aus dem Nichts auftauchende Kriegsstämme welche sich offensichtlich seit Jahren in der Wand eingemauert haben nur um auf den einen “Moment” zu warten, Doppelagenten die doch keine sind, und und und…
Diese Liste kann noch meterweise verlängert werden. Anscheinend haben die Drehbuchschreiber versucht alles was sie die letzten Jahre in irgendwelchen Filmen verwurstet haben nochmal in einem Megablockbuster zu bringen. Von neuen Ideen keine Spur. Hauptsache Action.
Ok zum Schluss sterben natürlich wie immer alle Bösen und das große UFO aus der anderen Dimension kann wieder beruhigt nach Hause fliegen. Ach ja: Indy heiratet in der Schlussszene noch schnell.
So das wars dann auch schon. Den Film könnte man auch auf 15 Minuten kürzen ohne Inhaltlich was weglassen zu müssen.
Ich hoffe das Kinojahr gibt noch etwas mehr her dieses Jahr. So ein Senf wie Indy 4 sollte die USA eigentlich gar nicht verlassen dürfen. Warum gibt es 10.000 Seiten Bananenimportverordnungen aber keine in der drin steht wie dämlich ein Film sein darf um in Europa gezeigt werden zu dürfen? Solche Filme sind eigentlich nur im Vollsuff zu ertragen.
Geschrieben von filmmeister am 27 April 2008 unter Technik, Windows
Als langjähriger Dell-Fan muste meine mittlerweile doch leicht angestaubte Dell Precision 650 Workstation nun doch mal einer Verjüngungskur unterzogen werden. Nach den guten Erfahrungen mit dem Dell-Service und Co. (z.B. defektes Mainboard - am nächsten Morgen stand der Techniker mit dem neuen vor der Tür!) war die Wahl des neuen Rechners auch nicht allzu schwer.
Diese fiel auf den Nachfolger Dell Precision Workstation T7400. QuadCore Xeon, QuadChannel Speicher - und als “Zuckerl” oben drauf ein SAS-Raid mit 2x 15.000rpm Festplatten - letztere verleihen dem Rechner mehr als nur Flügel!
Auf genaue Specs will ich gar nicht eingehen. Das Raid macht im Schnitt 185MB/sec und die Wartezeiten in Windows Vista x64 haben sich auf ein Maximum minimiert - 3sec Ladezeit für Photoshop ist “OK” würd ich sagen… Einzig kleines Manko: die Lautstärke des Systems ist nicht gerade als Flüsterleise zu bezeichnen… die Belüftung und die Festplatten verursachen doch ein gewisses Grundsurren - da das Gerät allerdings unter dem Tisch steht und ich meist eh Webradio und Co. laufen habe nicht weiter schlimm.
Falls also jemand ein echtes Powerteil zum Arbeiten sucht, kann ich nur zu diesem Gerät raten. Zugegeben der Preis ist nicht gerade der Günstigste… Wer mit der Maschine aber mal ein paar Stunden gearbeitet hat weis, wofür er den Mehrpreis bezahlt hat - und bereut keinen Euro!
Hier gibts noch ein Paar Fotos vom System. Weitere Infos unter Dell.de
Geschrieben von filmmeister am 15 April 2008 unter Sinnlos Surfen
Ein Must-Have für jeden Star-Wars Freak (Danke an Motorrad-Kollegen PP für den Tipp!): Der R2D2-Beamer inkl. Lichtschwert bzw. Millenium Falcon Fernbedienung!
Aprilscherz oder der nächste Konsolenhit? SuperPiPi! Für launige abende mit viel Alkohol evtl. DER neue Insider-Tipp!
Geschrieben von filmmeister am 18 März 2008 unter Horror
Ein wunderschöner Film. Zugegeben: die Singerei von Johnny Depp und Co. hat mich am Anfang schon etwas genervt. Wenn man sich aber dann daran gewöhnt hat, ist’s nicht mehr so schlimm - und man erhält einen ausgezeichneten Tim Burton Film!
Um was gehts? Ein Londoner Bader (für nicht-Bayern: “Barbier”) wird von einem Bonzen-Richter “verräumt”, weil dieser spitz wie Lumpi auf Baders Frauchen ist. Nach so 15 Jahren kehrt der Bader in seine Heimatstadt London zurück - uuuum: Vergeltung zu üben! Jetzt samma bei der Sache: BLUUUUT!
Angekommen im London sucht er sein altes Häuschen auf und landet bei der entzückenden Mrs. Lovett - einer ambitionierten Fleischpastetenbäckerin mit möglicherweise Talent - aber keinem Fleisch… (Was bei der Produktion von Fleischpasteten ja doch eine notwendige Zutat ist). Nachdem er seine Rasiermesser aus vergangenen Zeiten wieder erhalten hat, plant er auch langsam seinen Rachefeldzug.
Dabei trifft er auch einen ehemaligen Gehilfen - gespielt von… aaaaaai! Ali-G aka Borat aka Sacha Baron Cohen! Die Rolle steht ihm. Als haarwuchsmittelverkaufender Nachwuchsbader im farbenfrohen Zirkuskostüm. Und einem so 10jährigen Gehilfen aus dem Waisenhaus der gerne ab und an ein Fläschchen Gin über den Durst trinkt.
Aber nicht so schnell. Kommen wir erstmal zu den Fleischpasteten. Eines der zentralen Elemente des Films. Was tun, wenn das tierische Fleisch knapp ist? Richtig, man kann versuchen wie in Delicatessen (sehr guter Film auch) ein paar Menschen in die Wurst zu drehen.
Durch eine ausgeklügelte Vorrichtung im Bader-Stuhl ist es ein leichtes die Kehle zu durchschneiden und die Leiche schwups-di-wupps im Keller landen zu lassen. Das gute Fleisch kommt in die Fleischmühle, der Rest in den Ofen. Der Bevölkerung schmecken die Pasteten - nur eine Landstreicherin wundert sich oft und gerne über den seltsamen Geruch aus dem Kamin.
Und wer kommt aller in die Wurst? Nun, man soll ja nicht wählerisch sein… Ganz besonders nicht wenn man sich ein kleines Fleischpastetenimperium aufbauen will. Deshalb nimmt mal mal mit, was sich auf den Baderstuhl sitzt - für eine florierende Fleischpastetenproduktion brauchtman ja doch eine konstante Versorgung mit frischem Fleisch…
Irgendwann ist es dann doch soweit und Mr. Todd kommt zu dem was er wollte: Vergeltung am städtischen Richter, der auch gerne mal 10jährige zum Tod am Galgen verurteilt. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Weiter kann ich jetzt leider nicht schreiben sonst müsst ich zu viel Spoilern. Alles in allem ein extrem guter Film, den man wirklich gesehen haben sollte. Nebenbei bemerkt: Der Film läuft im Kino zu 90% in englisch mit deutschen Untertiteln… Wusste ich nicht als ich ins Kino reinging.
Geschrieben von filmmeister am 9 März 2008 unter Technik
Als stolzer Besitzer eines gagglerlFernsprechers (bay.) - umgangssprachlich auch godPhone oder iPhone genannt - muss ich jetzt auch mal meinen Senf zu diesem Wunder der Technik abgeben.
Nun - es ist chic. Da tun wir mal nix weg. Schnell jailbreaken (um den von Apple derzeit nicht genehmigten vollen Funktionsumfang aus dem Installer nutzen zu können), ne KingSIM rein und dann “mal schaun”. Der Gitarrensimulator und das Piano ist lustig. Der Mobile Safari ist echt ein Traum und definitiv besser als alles was ich bis Dato in diesem Bereich gesehen habe. Zu was ich das Wetter- und Aktien-Gadget brauche ist mir noch nicht ganz klar geworden.
Aber die Telefonfunktionen sind sowas von Krass des kann ich keinem sagen. Ich kann nicht mal Telefonnummern weiterleiten! OK, muss man hald immer nen Zettel mitnehmen, dass man mal ne nummer rausschreiben kann. Und bis ich im iPhone eine Nummer gefunden habe und wähle, habe ich mit meinem alten HTC schon ganze Gespräche geführt! Das Menü ist einfach zu tief verschachtelt und die wichtigsten Grundfunktionen sind zu weit weg.
Die Display-Tastatur ist auch arg gewöhnungsbedürftig. Ich vertipp mich damit permanent. T9 gibt’s ja auch nicht. Ist ja vieeeel zu uncool für Appler. Dafür das extrem nervige und schlecht funktionierendes Wort-Popup mit ner Schließen-Taste für die man ne Nadel braucht um sie zu erwischen. Gut dass es nen kleinen Patch gibt mit dem man den Wahnsinn abschalten kann. Die Worterkennung bei HTC ist dagegen ein wahrer Traum! Und vor allem: die funktioniert!
Auch lustig: neulich im Wirtshaus. “Schick mit mal des Bild” - Ähm ja OKeeee… MMS geht ned. Probiermas mit BlueTooth. Hmm… A i-ja - da war ja was… BlueTooth ist ja nur dazu da ein Headset anzuschließen. Nicht um mal schnell ne Datei auszutauschen…
Na ja - es gibt ja noch eMails. Super wenns das iPhone so schön kann. Leider hat keiner meiner Bekannten sein eMail-Postfach auf dem Handy. Warum ich in der Mail-Anwendung jede Mail einzeln löschen muss ist mit auch unerklärlich - genau so wenig warum man den Mail-Papierkorb anscheinend nicht löschen kann. Erhält der durchschnittliche Apple-User nur 1 eMail am Tag?
Der Windows-Client - iTunes - der ist Wahnsinn. Ich kenns ja noch von meinen Mac-Zeiten (ja ich bin ein Switcher - allerdings von Mac zu Windows weil meine Nerven nach 3 Jahren Mac immer noch nicht OSX-kompatibel waren) und da wars insgesamt betrachtet eigentlich ziemlich nett und relativ performant.
Aber unter Windows ist diese Anwendung ein Witz. Übelst lange Ladezeit, bis iPod/iPhone dann erkannt wird dauerts noch ne Weile länger, scrollen durch ein paar Lieder kommt mir vor wie dem Gras beim wachsen zuzusehen und zu was CoverFlow gut ist hab ich auch noch nicht rausgefunden. Ist hald chic. Unpraktisch - aaaber chic. Hauptsache es sieht gut aus. Das ist ja auch das Wichtigste. iGod Jobs kann über CoverFlow auch stundenlange Vorträge halten und zum Schluss klatschen alle Applejünger wie wenn der heilige Geist mitsamt der Erleuchtung über sie gekommen ist. Bei der Microsoft Ready for a new day Roadshow wurde die neue Oberfläche von Vista lustigerweise als “Abfallprodukt” der dahintersteckenden Technologie bezeichnet. Bei Apple interessiert die Technik anscheinend nicht. Hauptsache die Fenster verbiegen sich beim schließen. Damit ist der Tag dann auch gerettet und der Mac-Jünger happy.
Auf deutliche Besserung hoffe ich jetzt durch das iPhone-SDK. Dann kommen denke ich echt coole und vernünftige Anwendungen. Apple hat ja sogar Microsoft-Technologie lizensiert (ActiveSync) um Exchange anbinden zu können. Super Sache! Kommen dann evtl. sogar Microsoft-Anwendungen auf das iPhone? iWord? iExcel? iSchlagmichtot?
Der praktische Nutzen des iPhone im Handyalltag ist meiner Meinung nach derzeit äußerst gering. Das gottgegebene Telefon ist hald ein Hingucker. Aber derzeit letztendlich doch nur eine Mogelpackung. In der Hoffnung auf ein revolutionäres Windows Mobile oder Symbian geh ich jetzt in den Sonntag. Schönen Tag
Und bei meinem Besuch in Korea vor 2 Jahren hab ich leider keine Hitler-Bar gesehen. Heftig sag ich da nur! den Bier-Hitler find ich besonders lustig. Wo wir wieder bei der alten Diskussion sind: darf man über Hitler lachen. Ich meine: ja, warum eigentlich nicht. Deshalb noch einer meiner Lieblings-Kalkofe ausschnitte: Pfannen für Pfolltrottel. Ich sag nur “gelernter Landschaftsmaler und Hobbystratege”…
Bald kommt wieder ein Film-Review. Und ein iPhone-Review. Versprochen.
Geschrieben von filmmeister am 24 Februar 2008 unter Technik
Ja… ich bin wieder am spekulieren welche Tastatur für mich die passende wäre: Die schon seit Jahren angekündigte (und als Vaporware erklärte) Optimus Maximus mit den Display-Tasten? Wobei mir die auf den Renderings damals bedeutend besser gefallen hat. Auf den Bildern von der echten sieht das ganze Teil nun doch etwas Plump aus…
Oder der “Nachfolger” meiner Enermax Aurora: die Enermax Caesar? Die Aurora ist übrigens die beste Tastatur die ich je hatte…
Geschrieben von filmmeister am 23 Februar 2008 unter Technik, Windows
Ist so eine Meldung im Internet Explorer:
Was soll der scheiß eigentlich?! Liebe Firefox-User - verwendet euren hochgelobten Browser aber verschont IE-User mit solcher lächerlichen Propaganda!
IE blockt auch Popups, ist äußerst sicher und zuverlässig (manch einer sagt sogar bedeutend sicherer als FF) und kann Tab-Browsing. Dass FF für Webdesigner “besser” bezweifel ich auch ganz stark… Er ist hald anders. Und die allgemeine Marktmacht von Microsoft? Tja - wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss sehn was übrig bleibt! Wobei Mozilla vom Internet-Geldkuchen ja auch schon ein ganzes Stück abbekommt.
Sorry wenn ich nun ein paar Leuten auf die Füße getreten bin. Ich nutze FF auch ab und an (wegen der teils echt nützlichen Plugins) - ich kann bis Heute aber keinen echten Vorteil zum IE feststellen. Lädt z.B. bedeutend langsamer als IE und stürzt bei mir auch öfters ab als IE (ok - könnten auch Plugins sein)
Auf jeden Fall: Jedem das seine. Also lasst diesen wahrlich dämlichen “Hinweise” verschwinden… Wir sind doch nicht im Kindergarten…