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Ein wunderschöner Film. Zugegeben: die Singerei von Johnny Depp und Co. hat mich am Anfang schon etwas genervt. Wenn man sich aber dann daran gewöhnt hat, ist’s nicht mehr so schlimm - und man erhält einen ausgezeichneten Tim Burton Film!
Um was gehts? Ein Londoner Bader (für nicht-Bayern: “Barbier”) wird von einem Bonzen-Richter “verräumt”, weil dieser spitz wie Lumpi auf Baders Frauchen ist. Nach so 15 Jahren kehrt der Bader in seine Heimatstadt London zurück - uuuum: Vergeltung zu üben! Jetzt samma bei der Sache: BLUUUUT!
Angekommen im London sucht er sein altes Häuschen auf und landet bei der entzückenden Mrs. Lovett - einer ambitionierten Fleischpastetenbäckerin mit möglicherweise Talent - aber keinem Fleisch… (Was bei der Produktion von Fleischpasteten ja doch eine notwendige Zutat ist). Nachdem er seine Rasiermesser aus vergangenen Zeiten wieder erhalten hat, plant er auch langsam seinen Rachefeldzug.
Dabei trifft er auch einen ehemaligen Gehilfen - gespielt von… aaaaaai! Ali-G aka Borat aka Sacha Baron Cohen! Die Rolle steht ihm. Als haarwuchsmittelverkaufender Nachwuchsbader im farbenfrohen Zirkuskostüm. Und einem so 10jährigen Gehilfen aus dem Waisenhaus der gerne ab und an ein Fläschchen Gin über den Durst trinkt.
Aber nicht so schnell. Kommen wir erstmal zu den Fleischpasteten. Eines der zentralen Elemente des Films. Was tun, wenn das tierische Fleisch knapp ist? Richtig, man kann versuchen wie in Delicatessen (sehr guter Film auch) ein paar Menschen in die Wurst zu drehen.
Durch eine ausgeklügelte Vorrichtung im Bader-Stuhl ist es ein leichtes die Kehle zu durchschneiden und die Leiche schwups-di-wupps im Keller landen zu lassen. Das gute Fleisch kommt in die Fleischmühle, der Rest in den Ofen. Der Bevölkerung schmecken die Pasteten - nur eine Landstreicherin wundert sich oft und gerne über den seltsamen Geruch aus dem Kamin.
Und wer kommt aller in die Wurst? Nun, man soll ja nicht wählerisch sein… Ganz besonders nicht wenn man sich ein kleines Fleischpastetenimperium aufbauen will. Deshalb nimmt mal mal mit, was sich auf den Baderstuhl sitzt - für eine florierende Fleischpastetenproduktion brauchtman ja doch eine konstante Versorgung mit frischem Fleisch…
Irgendwann ist es dann doch soweit und Mr. Todd kommt zu dem was er wollte: Vergeltung am städtischen Richter, der auch gerne mal 10jährige zum Tod am Galgen verurteilt. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Weiter kann ich jetzt leider nicht schreiben sonst müsst ich zu viel Spoilern. Alles in allem ein extrem guter Film, den man wirklich gesehen haben sollte. Nebenbei bemerkt: Der Film läuft im Kino zu 90% in englisch mit deutschen Untertiteln… Wusste ich nicht als ich ins Kino reinging.
Eintrag wurde am Dienstag, 18 März 2008 unter der Kategorie Horror erstellt.
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